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Der Verfasser dieser Arbeit wurde in Wien geboren. Wie er selbst, sind beide Elternteile österreichische Staatsbürger.
Nach europäisch–regionalisierter Sichtweise ist er seiner Herkunft nach zu je einem Viertel Oberschlesier, Westfale, Böhme und Wiener. Staatlich gesehen ist er gemäß heutiger Grenzziehung wiederum zu je einem Viertel Pole, Deutscher, Tscheche und Österreicher. Betrachtet man das aus zeitlicher Sicht der zwanziger Jahre, der Jugend seiner Großeltern, so wäre er zur Hälfte Deutscher, zu je einem Viertel Tschechoslowake und Österreicher. Zur Zeit des ausklingenden 19. Jahrhunderts wäre er zur Hälfte Deutscher und zur Hälfte Österreicher gewesen. Zur Zeit der deutschen Fürstin Maria Theresia wäre er zu einem Viertel Deutscher und zu drei Viertel Österreicher, ohnehin aber Angehöriger des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gewesen. Der Verfasser ist daher nicht in der Lage, über seine Nationalität Auskunft zu geben; bei aller differenzierten Betrachtungsweise, der er sich verpflichtet fühlt, sieht er überdies die Nationalität nicht als Unterscheidungskriterium für Menschen, sondern hält sie für die Privatangelegenheit des Individuums: suum cuique. Im Bewußtsein seiner Herkunft fühlt sich der Verfasser als typischer Wiener europäisch–pluralistischer Gesinnung mit österreichischer Staatsbürgerschaft; er ist stolz auf sein Land, gesteht dieses aber auch den Angehörigen jeder anderen Nation zu. Die einzige Nation, zu der er sich guten Gewissens mit Rücksicht auf seine Herkunft bekennen kann — die Österreichische —, ist 1918 vom Nationalismus ausgelöscht worden. |
Version Nr. 1/2026 vom 23. Jänner 2026
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Für den Inhalt verantwortlich: Christoph M. Ledel
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