Mich hat das nicht gewundert. Ideologieorientierte Menschen und Parteien arbeiten gerne zusammen, sie haben zumindest ähnliche Denkschemata.
Wem das Unbehagen bereitet, wer den nationalen Sozialismus nicht mag, muß daher auch den internationalen Sozialismus bekämpfen. Umgekehrt gilt: Wer den internationalen Sozialismus unterstützt, leistet damit auch dem nationalen Sozialismus Vorschub!
Ein Blick in Geschichtsbücher und Medien, die sich an Fakten und nicht an Ideologien halten, zeigt deutlich, wie immer wieder eine Spielart des Sozialismus von einer anderen hervorgerufen wird.
Südslawien ist ein Beispiel aus jüngerer Zeit dafür: Aus dem sozialistischen Internationalismus eines Tito wurde auf dem Wege der Visionslosigkeit und der totalitären Durchsetzung von Einzelinteressen der sozialistische Nationalismus eines Milošević aus dem Versuch des Internationalismus, einzelnen Völkern die Identität zu nehmen, wurde der Versuch des Nationalismus, die Völker zu unterdrücken und endlich auszurotten jeweils mit den bekannten Grausamkeiten. Ziel und Zweck beider Vorgangsweisen ist ausschließlich eigener Machterwerb beziehungsweise Machterhalt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Beinahe überflüssig zu erwähnen, daß linke Medien den Nationalsozialisten Milošević geradezu mit Samthandschuhen anfassen und lediglich gegen die verübten Kriegsverbrechen, nicht aber gegen die von ihm und seiner Partei vertretenen Ideologie auftreten. Sie machen sich mitschuldig: Qui tacet, consentire videtur.
Wir wollen auch erkennen, daß sowohl der nationale wie auch der internationale Sozialismus sich als „demokratisch” erachten; Adolf Hitler schreibt in „Mein Kampf„ von der germanischen Demokratie, Marx und Engels sehen ebenso wie Mao Tse-tung und Lenin die demokratische Revolution als zwingenden Vorläufer der endgültig sozialistischen an, während Österreichs Sozialisten in der Zwischenkriegszeit skandieren: „Demokratie, das ist nicht viel, Sozialismus ist das Ziel!” Demokratie, die Herrschaft des Volkes, kann also nach Willen des nationalen und internationalen Sozialismus nur ein Übergangsstadium sein, das zur Weltherrschaft, zur Weltnation, zum mit Allmacht ausgestatteten, unkontrollierbaren, sozialistischen Einheitsstaat entweder gleichgeschalteter Menschen oder gleichgeschalteter Herrenmenschen zu führen hat. Für Grundwerte und Menschenrechte gibt es da keinen Platz, sie werden durch jederzeit änderbare „Bürgerrechte” ersetzt. Schöne Aussichten!
In Österreich setzt die derzeit gültige Rumpfverfassung von 1929 ebenfalls nicht auf Werte, nicht auf Menschen- und Grundrechte, sondern auf die rein programmatische Aussage, Österreich sei eine demokratische Republik, ihr Recht gehe vom Volke aus. Wer Art. 1 B-VG dem Art. 1 des deutschen Grundgesetzes gegenüberstellt „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.” weiß sofort, wes Geistes Kinder die Konstrukteure der österreichischen Verfassung allen voran Hans Kelsen gewesen sind. Kelsen, der das nationalsozialistische Dritte Reich einen Rechtsstaat nannte (!), nur weil die Nazis mit Hilfe einer durch den Druck der Straße manipulierten allgemeinen Wahl an die Macht gekommen waren, schreibt noch 1960 in seinem Werk „Reine Rechtslehre” wörtlich: „Ein positives Recht gilt nicht darum, weil es gerecht ist, das heißt: weil seine Setzung einer Gerechtigkeitsnorm entspricht, und gilt auch, wenn es ungerecht ist.”
So also ist das bei den Sozialisten: Das Volk, das ja bekanntlich in einer Demokratie herrscht, braucht ein Gesetz gar nicht erst als gut oder gar gerecht empfinden; Hauptsache ist, es ist den Regeln entsprechend zustandegekommen. Und wenn die gewählten Volksvertreter einmal zur Auffassung gelangen, es wäre gut, ein paar Millionen Menschen schnell mal wieder über die Klinge springen zu lassen, dann macht das gar nichts (nein, es ist sogar gut und rechtens!), wenn nur diese Auffassung durch ein Gesetz gedeckt wird, das den bisherigen Regeln entsprechend entstanden ist.
Ich stelle mir Demokratie anders vor!
Wer sein Leben nicht an höheren Werten orientiert, läuft Gefahr, in die Ideologie abzugleiten; wer von Ideologie beherrscht wird, geht entweder schnell unter oder gleitet notwendigerweise ab in verbrecherische Unterdrückung, in Selbstsucht, ins verabsolutierte UnRecht und geht dann etwas langsamer unter. Aber: „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht”, wurde einst richtig von der Bekennenden Kirche auf der Synode zu Barmen 1934 formuliert. So, wie jeder von uns selbstverständlich Menschenrechte mit Fug und Recht als gottgegeben und daher angeboren für sich in Anspruch nimmt, so ist es auch die Pflicht jedes einzelnen von uns, unsere Heimat, unsere Gesellschaft und unsere Kinder und Kindeskinder, die ganze Welt vor den Segnungen des nationalen und internationalen Sozialismus zu bewahren. Letztendlich ist es nämlich völlig egal, ob man nur als Klassenfeind oder auch als Rassenfeind erschlagen wird, Millionen ermordeter Opfer des Sozialismus können dies bezeugen.
Derartiges bedarf natürlich auch der Verschleierung pardon: der Volksaufklärung und Propaganda, denn welcher vernünftige Mensch (und davon gibt es eigentlich viele!) würde in Kenntnis der ideologiebegründeten Atrozitäten noch sozialistisch wählen? Wo wären die Sozialisten, gäbe es nicht willige Medien, die immer subtiler und nachhaltiger am Machtaufbau ihrer Ideologie mithelfen? Das soziale Mäntelchen, das Wohlwollen den sogenannten kleinen Leuten gegenüber, die scheinbare Vertretungskompetenz hinsichtlich „Ausgebeuteter”, „Benachteiligter”, „Unterdrückter” gegenüber den „Kapitalisten”, den „Ausbeutern” ist nämlich nichts anderes als Lug und Trug und dient ausschließlich den eigenen Machtinteressen, dem eigenen Reichtum (Vranitzky hätte den Mindestpensionisten und den braven Leutchen in den Alten- und Pflegeheimen besser erklärt, was Kapitalisten wie er monatlich auf ihre Kosten einheimsen, statt ihnen mit den durch SPÖVerschulden nicht mehr gesicherten Pensionen Angst vor einem Regierungswechsel zu machen!).
Diesen Sozialfaschismus braucht wirklich niemand. Im christlichen Abendland gibt es genügend Menschen (und auch Parteien) mit christlichsozialer Gesinnung, und auch Juden und Moslems ist eine religiös motivierte soziale und caritative Einstellung zu eigen. Sie brauchen weder Nazis noch Internazis, um mit ihrem Leben zurechtzukommen und ihre Situation zu verbessern, egal, aus welchem Land, aus welchem sozialen Umfeld sie kommen.
Was Nazis und Internazis aus und in aller Herren Länder Millionen und Abermillionen von Menschen und das alles nur aus Machtgier, purem Eigennutz, aus Arroganz, Gott- und Gewissenlosigkeit! angetan haben, sollte religiös empfindende Menschen dazu bewegen, nicht dem Sozialfaschismus nationaler und internationaler Prägung das Feld kampflos zu überlassen, sondern ihn und die von ihm unterwanderten Medien wirksam zu bekämpfen, ihm den Nährboden, nämlich die „kleinen Leute”, die Massen einer Gesellschaft, zu entziehen, ihn an der Aussaat von Unzufriedenheit und Haß zu hindern und eine religiöse Alternative nachhaltig und aktiv anzubieten.
Denken wir doch immer wieder an den Ausspruch von Edmund Burke: „Die einzige Voraussetzung für den Triumph des Bösen ist die Untätigkeit der Guten.”