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      Anekdoten

      aus aller Welt


      Beruhigend ...
      von Hanns Christian Müller

      Ein Le­bens­ver­si­che­rungs-Ver­tre­ter beim Ver­kaufs­ge­spräch: „Und soll­ten Sie mal von Ihrem Recht auf vor­zei­ti­ges Ab­le­ben Ge­brauch ma­chen wol­len, Herr Mayer, dann wä­ren die Vor­tei­le ganz auf Ih­rer Sei­te, als­o auch steuer­lich al­les im grü­nen Be­reich ...”



      Wa­rum über­quer­te das Huhn die Stra­ße?
      Be­trach­tun­gen über die ein­fa­che Fra­ge eines Kin­des

      Kin­der­gärt­ne­rin: Um auf die an­de­re Stra­ßen­sei­te zu kom­men.

      Platon: Für ein be­deu­ten­de­res Gut.

      Aristoteles: Es ist die Na­tur von Hüh­nern, Stra­ßen zu über­que­ren.

      Karl Marx: Es war hi­sto­risch un­ver­meid­lich.

      Timothy Leary: Weil das der ein­zi­ge Aus­flug war, den das Estab­lish­ment dem Huhn zu­ge­ste­hen woll­te.

      Saddam Hussein: Dies war ein un­pro­vo­zier­ter Akt der Re­bel­lion und wir hat­ten jedes Recht, 50 Ton­nen Ner­ven­gas auf die­ses Huhn zu feu­ern.

      Ronald Reagan: Hab ich ver­ges­sen.

      Captain James T. Kirk: Um da­hin zu ge­hen, wo noch kein Huhn vor­her war.

      Hippokrates: We­gen eines Über­schus­ses an Träg­heit in sei­ner Bauch­spei­chel­drü­se.

      McKinsey & Co.: De­re­gu­lie­rung auf der Stra­ßen­sei­te des Huhns be­droh­te sei­ne do­mi­nan­te Mark­po­si­tion. Das Huhn sah sich sig­ni­fi­kan­ten Her­aus­for­de­run­gen ge­gen­über, die Kom­pe­ten­zen zu ent­wickeln, die er­for­der­lich sind, um in den neu­en Wett­be­werbs­märk­ten be­ste­hen zu kön­nen. In einer part­ner­schaft­li­chen Zu­sam­men­ar­beit mit dem Kli­en­ten hat An­der­sen Con­sult­ing dem Huhn ge­hol­fen, eine phy­si­sche Di­stri­bu­tions­stra­te­gie und Um­set­zungs­pro­zes­se zu über­den­ken. Un­ter Ve­rwen­dung des Ge­flü­gel-In­te­gra­tions­mo­dells (GIM) hat An­der­sen dem Huhn geholfen, seine Fä­hig­kei­ten, Me­tho­do­lo­gien, Wis­sen, Ka­pi­tal und Er­fah­rung ein­zu­set­zen, um die Mit­ar­bei­ter, Pro­zes­se und Tech­no­lo­gien des Huhns für die Un­ter­stüt­zung sei­ner Ge­samt­stra­te­gie in­ner­halb des Pro­gramm-Man­age­ment-Rah­mens aus­zu­rich­ten. An­der­sen Con­sult­ing zog ein diverses Cross-Spek­trum von Stra­ßen­ana­ly­sten und be­sten Hüh­nern so­wie An­der­sen-B­era­tern mit breit ge­fä­cher­ten Er­fah­run­gen in der Trans­port­in­du­strie her­an, die in zwei­tä­gi­gen Be­spre­chun­gen ihr per­sön­li­ches Wis­sens­ka­pi­tal, so­wohl still­schwei­gend als auch deut­lich, auf ein ge­mein­sa­mes Ni­veau brach­ten und die Sy­ner­gien her­stell­ten, um das un­be­ding­te Ziel zu er­rei­chen, näm­lich die Er­ar­bei­tung und Um­set­zung eines un­ter­neh­mens­wei­ten Wer­te­rah­mens in­ner­halb des mitt­le­ren Ge­flügel­pro­zes­ses. Die Be­spre­chun­gen fan­den in der park­ähn­li­chen Um­ge­bung statt, um eine wir­kungs­vol­le Test­at­mo­sphä­re zu erhal­ten, die auf Stra­te­gien ba­siert, auf die In­du­strie fo­kus­siert ist und auf eine kon­si­sten­te, kla­re und ein­zig­ar­ti­ge Markt­aus­sa­ge hin­aus­läuft. An­der­sen Con­sult­ing hat dem Huhn gehol­fen, sich zu ver­än­dern, um er­folg­rei­cher zu wer­den.

      Martin Luther King: Ich se­he eine Welt, in der al­le Hüh­ner frei sein wer­den, Stra­ßen zu über­que­ren, oh­ne daß ihre Mo­ti­ve in Fra­ge ge­stellt wer­den.

      Moses: Und Gott kam vom Him­mel her­un­ter, und ER sprach zu dem Huhn: "Du sollst die Stra­ße über­que­ren." Und das Huhn über­quer­te die Stra­ße, und es gab gro­ßes Froh­locken.

      Fox Moulder: Sie ha­ben das Huhn mit Ih­ren ei­ge­nen Au­gen die Stra­ße über­que­ren se­hen. Wievie­le Hüh­ner müs­sen noch die Stra­ße über­que­ren, be­vor Sie es glau­ben?

      Richard Nixon: Das Huhn hat die Stra­ße nicht über­quert. Ich wie­der­ho­le, das Huhn hat die Stra­ße NICHT über­quert.

      Niccolò Macchia­velli: Das Ent­schei­den­de ist, daß das Huhn die Stra­ße über­quert hat. Wer in­ter­es­siert sich für den Grund? Die Über­que­rung der Stra­ße recht­fer­tigt jeg­li­che mög­li­chen Mo­ti­ve.

      Sigmund Freud: Die Tat­sa­che, daß Sie sich über­haupt mit der Fra­ge be­schäf­ti­gen, daß das Huhn die Stra­ße über­quer­te, offen­bart Ih­re un­ter­schwel­li­ge se­xu­el­le Un­si­cher­heit.

      Bill Gates: Ich habe ge­ra­de das neue Huhn Office 2000 her­aus­ge­bracht, das nicht nur die Stra­ße über­que­ren, son­dern auch Eier le­gen, wich­ti­ge Do­ku­men­te ver­wal­ten und Ih­ren Kon­to­stand aus­glei­chen wird.

      Oliver Stone: Die Fra­ge ist nicht „Wa­rum über­quer­te das Huhn die Stra­ße?”, son­dern „Wer über­quer­te die Stra­ße zur glei­chen Zeit, den wir in un­se­rer Hast über­se­hen haben, wäh­rend wir das Huhn be­ob­ach­te­ten?”

      Charles Darwin: Hüh­ner wur­den über eine gro­ße Zeit­span­ne von der Na­tur in der Art aus­ge­wählt, daß sie jetzt ge­ne­tisch be­reit sind, Stra­ßen zu über­que­ren.

      Albert Einstein: Ob das Huhn die Stra­ße über­quert hat oder die Stra­ße sich un­ter dem Huhn be­weg­te, hängt von Ih­rem Re­fe­renz­rah­men ab.

      Buddha: Mit die­ser Fra­ge ver­leug­nest du dei­ne eige­ne Hüh­ner­na­tur.

      Ralph Waldo Emerson: Das Huhn über­quer­te die Stra­ße nicht, es trans­zen­dier­te sie.

      Ernest Hemingway: Um zu ster­ben. Im Regen.

      Colonel Sanders: Ich hab eines über­se­hen?

      Bill Clinton: Ich war zu kei­ner Zeit mit diesem Huhn al­lein.

      Barack Obama: Yes, it can!



      Ka­ri­bi­sches Koc­hre­zept — Trut­hahn mit Rum:
      von einem be­rühm­ten Koch aus dem Ruhr­pott

      Ka­ri­bi­scher Trut­hahn: Man kau­fe einen Trut­hahn von fünf Ki­lo­gramm (für sechs Per­so­nen) und eine Fla­sche Rum. Da­zu Salz, Pfef­fer, Oli­ven­öl und Speck­strei­fen.

      Trut­hahn sal­zen, pfef­fern, mit Speck­strei­fen be­le­gen, schnü­ren und etwas Oli­ven­öl hin­zu­ge­ben. Ofen auf 200°C ein­stel­len. Dann ein Glas Rum auf gu­tes Ge­lin­gen trin­ken.

      An­schlie­ßend den Trut­hahn auf einem Back­blech in den Ofen schie­ben. Nun schen­ke man sich zwei schnel­le Glas Rum ein und trin­ke noch­mals auf gu­tes Ge­lin­gen.

      Nach 20 Mi­nu­ten den Ther­mo­stat auf 250°C stel­len, da­mit es or­dent­lich brummt. Da­nach schenk man sich drei Glas Rum ein.

      Nach einer halm Schdun­de öff­nen, wen­den unn den Bra­ten über­wachn. Die Rrrrrum­fla­sche er­greiff unn sich eins hin­ner die Bin­de kipp.

      Nach 'ner wei­tern al­ber­nen Schunn­de lang­sam bis zzum Ofen hin­schlen­de­ren uhd die Tru­te rum­wen­den. Drauf achtn, sisch nitt die Hand zu va­brenn an die Schaisss-Ohfn­dühr. Sisch wai­de­re ffünff od­da siehm Rrrrum in­nem Glas sisch unn dann unn so.

      D'Dru­te weeh­rent drrai Schunn'nt (iss auch egal!) wai­der­braan unn all ßehn Mi­nud'n pin­keln.

      Wenn üernt­wie möch­lisch, ßumm Trat­huhn hin­krie­schn unn den Ohwn aus'm Viech ziehn. Nom­mal ein Schlugg genee­mign uhd ahn­schliesn wi­da fa­su­chen, das Biest raus­su­grie­gen.

      Den fa­dammt'n Vo­gel vom Bodn auf­flä­sen unn uff 'ner Blad­de hin­rich­ten ... Uff­basse, dasss nit aus­rutschn auff'm schaiß­ffet­tichn Kühn­bodn. Wenn sisch droßdem nitt fa­meidn, fa­suhn wi­da auf­ßu­schichtn­oder­so­ha­ha­is­al­les­ja­eeehe­gaal!!!

      Ein we­nig schla­fen. Am näch­sten Tag den Trut­hahn mit Ma­yon­naise und As­pi­rin kalt es­sen.

      Viel Spaß beim Nach­ko­chen!



      Der Hal­ley'sche Ko­met:

      Befehl des Oberst an den Ba­tail­lons­kom­man­deur:
      Mor­gen Abend ge­gen 20.00 Uhr ist von hier aus der Hal­ley'sche Ko­met sicht­bar, die­ses Er­eig­nis tritt nur alle 75 Jah­re ein. Ver­an­las­sen Sie, daß sich die Leu­te auf dem Ka­ser­nen­platz im Dienst­an­zug ein­fin­den. Ich wer­de ih­nen die­se sel­te­ne Er­schei­nung er­klä­ren. Wenn es reg­net, sol­len sich die Män­ner ins Ka­ser­nenvki­no be­ge­ben, dann wer­de ich ih­nen Fil­me die­ser sel­te­nen Er­schei­nung zei­gen.

      Be­fehl des Ba­tail­lons­kom­man­deurs an die Kom­pa­nie­chefs:
      Auf Be­fehl des Herrn Oberst wird mor­gen um 20.00 Uhr der Hal­ley'sche Ko­met hier er­schei­nen. Las­sen Sie die Leu­te bei Re­gen im Dienst­an­zug an­tre­ten und mar­schie­ren Sie zum Ki­no. Hier wird die­se sel­te­ne Er­schei­nung statt­fin­den, die nur al­le 75 Jah­re ein­tritt.

      Be­fehl eines Kom­pa­nie­chefs an einen Leut­nant:
      Auf Be­fehl des Herrn Oberst ist mor­gen um 20.00 Uhr Dienst im Dienst­an­zug. Der be­rühm­te Halley'sche Ko­met wird im Ki­no er­schei­nen. Falls es reg­net, wird der Herr Oberst einen an­de­ren Be­fehl er­tei­len, was nur al­le 75 Jah­re ein­tritt.

      Be­fehl eines Leut­nants an einen Feld­we­bel:
      Morgen um 20.00 Uhr wird der Herr Oberst im Ki­no, zusammen mit dem Hal­ley'schen Ko­me­ten, auf­tre­ten. Die­ses Er­eig­nis tritt nur alle 75 Jahre ein. Falls es reg­net, wird der Herr Oberst dem Ko­me­ten die An­wei­sung ge­ben, hier bei uns im Dienst­an­zug zu er­schei­nen.

      Be­fehl eines Feld­we­bels an einen Un­ter­of­fi­zier:
      Wenn es mor­gen um 20.00 Uhr reg­net, wird der be­rühm­te 75 Jah­re al­te Ge­ne­ral Hal­ley im Dienst­an­zug und in Be­glei­tung des Herrn Oberst seinen Ko­me­ten durch un­ser Ka­ser­nen­ki­no fah­ren las­sen.

      Be­fehl eines Un­ter­of­fi­ziers an die Mann­schaft:
      Stillgestanden! Wenn es morgen um 20.00 Uhr regnet, wird der 75-jährige General Halley in Begleitung des Herrn Oberst einen Kometen fahrenlassen. Ich bitte mir re­spekt­vol­les Be­neh­men da­bei aus. Weg­tre­ten!!!



      Ein Ver­si­che­rungs­fall:

      re. Wie eine Pas­sage aus Lud­wig Tho­mas Ge­sam­mel­ten Wer­ken mu­tet die­ser Brief eines Man­nes an, der sei­ner Ver­si­che­rung einen nicht ge­ra­de all­täg­li­chen Scha­dens­fall mit­teil­te. Al­ler­dings ist die­ses Schrei­ben nicht er­fun­den; es ist ein Do­ku­ment un­frei­wil­li­gen Hu­mors.

      Sehr ver­ehr­te Ver­si­che­rung!

      Nach­dem ich nun im Kran­ken­haus bin und wie­der schrei­ben kann, muß ich Sie, ver­ehrt­e Ver­si­che­rung, bit­ten, mei­nen Un­falls­cha­den wie folgt auf­zu­neh­men: Ich hat­te vom Bau mei­nes klei­nen Häus­chens noch Back­stei­ne üb­rig und diese we­gen der Trocken­heit auf dem Spei­cher ge­la­gert. Jetzt woll­te ich aber ein Hüh­ner­haus bau­en und da­zu die da oben ge­la­ger­ten Stei­ne ver­wen­den. Da­zu er­dachte ich mir fol­gen­de Ma­schi­ne­rie: Der Speic­her hat­te an der Haus­wand eine Tür, wo­raus ich einen Bal­ken ver­an­ker­te und da­ran ein Bälk­chen mit einer Rol­le, wo­durch ich ein Seil lau­fen ließ. An dem Seil hatte ich eine Holz­ki­ste be­fe­stigt, die ich dann hin­auf­zog. Das Seil hat­te ich dann un­ten an einem Pflock fest­ge­bun­den. Jetzt bin ich hin­auf­ge­gan­gen und ha­be die Stei­ne in die Ki­ste ge­la­den. Dann bin ich wie­der hin­un­ter­ge­gan­gen und woll­te die Stei­ne in der Ki­ste an dem Seil lang­sam her­un­ter­las­sen. Ich band das Seil los, hat­te aber da­bei nicht da­ran ge­dacht, daß die Stei­ne in der Ki­ste schwe­rer wa­ren wie mei­ne Per­son. Als ich be­merk­te, daß die Stei­ne so schwer waren, hielt ich das Seil ganz fest, da­mit die Stei­ne nicht her­un­ter­stürzten und ka­putt­gin­gen, denn die brauch­te ich ja für mein Hüh­ner­haus. So ist es dann gesche­hen, daß mich die Stei­ne an dem Seil nach oben zo­gen, wo­bei mir die Ki­ste die lin­ke Schul­ter auf­ge­ris­sen hat, als wir uns in der Mit­te be­geg­ne­ten. An­son­sten bin ich gut an der Ki­ste vor­bei­ge­kom­men. Ha­be aber oben mir mei­nen Kopf an­ge­sto­ßen, und zwar erst an dem Bälk­chen und dann an dem Bal­ken.

      Trotz­dem hat­te ich aber das Seil fest­ge­hal­ten, da­mit ich nicht hin­un­ter­fal­le. In dem­sel­ben Augen­blick ist aber die Ki­ste mit den Stei­nen unten auf dem Bo­den an­ge­langt, durch den hef­ti­gen Auf­prall ist der Bo­den her­aus­ge­bro­chen, und so konn­te es ge­sche­hen, daß die Ki­ste wie­der leich­ter wur­de wie ich. Die Fol­ge da­von war, daß ich als der schwe­re­re Teil wie­der nach un­ten sauste und die Um­ran­dung der Ki­ste nach oben, wo­bei wir uns wie­der in der Mit­te be­geg­ne­ten. Da­bei schramm­te mir der Ki­sten­rest die rech­te Schu­lter. Als die Ki­ste oben war, fiel ich un­ten so un­glück­lich auf den Bo­den, daß ich mir das rech­te Bein ge­bro­chen ha­be und so­fort in Ohn­macht fiel. Nur dadurch konnte es geschehen, daß ich das Seil los­ließ, was wie­de­rum be­wirk­te, daß die Ki­ste, al­ler­dings oh­ne Bo­den, wie eine Bir­ne von oben auf mich her­ab­fiel und mich so un­glück­lich traf, daß ich dem­nächst oben und un­ten ein Ge­biß an­ge­paßt be­kom­me.

      Daß der Scha­den nicht noch grö­ßer aus­ge­fal­len ist, ver­dan­ke ich Ih­rem Ver­sic­he­rungs­agen­ten, bei dem ich eine Un­fall­ver­si­che­rung un­ter­schrei­ben muß­te und zu der ich nach Wie­der­her­stel­lung die Arzt­rech­nun­gen schicken wer­de. Wenn Sie die­se dann be­gli­chen ha­ben, wer­de ich Sie in un­se­rem Dorf wei­ter­emp­feh­len.

      aus: FAZ v. 28.03.1970



      Briefwechsel:

      Burg­thea­ter­di­rek­tor Ernst Haeus­ser­mann an Os­kar Wer­ner: „Ich möch­te Dich noch­mals bit­ten, dem Burg­thea­ter und un­se­rer Freund­schaft treu zu blei­ben. Wie sagt Don Kar­los? ‚Es ist mein letz­ter, ver­zwei­fel­ter Ver­such.‘”

      Os­kar Wer­ner an Ernst Haeus­ser­mann: „Dank für nach­ge­sand­tes Te­le­gramm, muß mir treu blei­ben. Po­sa sagt: ‚Ich kann nicht Für­sten­die­ner sein.&lsquo Ich nicht von Be­am­ten und Re­gis­seu­ren.”



      Ju­ri­sten­mär­chen:

      Wie Ju­ri­sten sich über ihr ei­ge­nen Pa­ra­gra­phen­deutsch lu­stig ma­chen kön­nen, zeigt ein Be­itrag aus der deut­schen „Zeit­schrift für den Straf­voll­zug”:

      Als in un­se­rer Stadt wohn­haft ist eine Min­der­jäh­ri­ge ak­ten­kun­dig, wel­che in­fol­ge ih­rer hier­orts üb­li­chen ro­ten Kopf­be­deckung ge­wohn­heits­recht­lich R. ge­nannt zu wer­den pflegt.

      Vor ih­rer In­marsch­set­zung wur­de die R. sei­tens ih­rer Mut­ter über das Ver­bot be­treffs Ver­las­sung der Wald­we­ge be­lehrt.

      Sie be­geg­ne­te beim Über­schrei­ten des dies­be­züg­li­chen Blu­men­pflück­ver­bots einem po­li­zei­lich nicht ge­mel­de­ten Wolf oh­ne fe­sten Wohn­sitz. Die­ser ver­lang­te Ein­sicht­nah­me in den zum Trans­port von Kon­sum­gü­tern die­nen­den Korb und traf die Fest­stel­lung, daß die R. zu ih­rer ver­wand­ten Groß­mut­ter eilend war.

      Da bei dem Wol­fe Ver­knap­pun­gen auf dem Ernäh­rungs­sek­tor vor­herr­schend wa­ren, be­schloß er, bei der Groß­mut­ter der R. vor­spre­chig zu wer­den. Da die­sel­be we­gen Augen­lei­dens krank­ge­schrie­ben war, ge­lang dem Wolf die Täu­schungs­ab­sicht, wo­rauf er un­ter Ver­schlin­gung der Bett­läg­ri­gen einen straf­ba­ren Mund­raub aus­führ­te.

      Bei der spä­ter ein­tref­fen­den R. täusch­te er sei­ne Iden­ti­tät mit der Groß­mut­ter vor und stell­te durch Zweit­ver­schlin­gung der R. sei­nen Tö­tungs­vor­satz un­ter Be­weis.

      Der auf Dienst­gang be­find­li­che För­ster B. ver­nahm ver­däch­ti­ge Schmatz­ge­räu­sche und stell­te de­ren Ur­he­ber­schaft sei­tens des Wolfs­mau­les fest. Da­rauf gab er einen Schuß auf den Wolf ab. Die­ser wurde nach Emp­fang der Ku­gel ab­le­big.

      Die Be­in­hal­tung des Ge­tö­te­ten weck­te in dem Schuß­ab­ge­ber die Ver­mu­tung, daß der Leich­nam Per­so­nen be­in­hal­te. Zwecks dies­be­züg­li­cher Fest­stel­lung öff­ne­te er un­ter Zu­hil­fe­nah­me eines Mes­sers den Ka­da­ver zur Ein­sicht­nah­me und stieß hier­bei auf die noch le­ben­de R. nebst Groß­mut­ter.

      Der Vor­fall wur­de den Brü­dern Grimm zu Pro­to­koll ge­ge­ben.



      Das Strafverfahren:

      Ein Mann steht vor Ge­richt, weil er seine Frau er­schla­gen hat.

      Rich­ter: „Das ist ein sehr bru­ta­les Ver­bre­chen. Wenn Sie mit et­was Mil­de rech­nen wol­len, müs­sen Sie uns schon eine Be­grün­dung ge­ben.”

      Da­rauf der Mann: „Das war fol­gen­der­ma­ßen: Wir wohn­ten in einem Hoch­haus im 13. Stock, und im er­sten Stock wohn­te eine rei­zen­de Por­tiers­fa­mi­lie, die hat­te drei Kin­der. Es war schreck­lich! Die Kin­der wa­ren so klein ge­blie­ben, von Na­tur aus. Der Zwölf­jäh­ri­ge war 80 Zen­ti­me­ter groß, der Neun­zehn­jäh­ri­ge 90 Zentimeter.

      Eines Ta­ges sa­ge ich zu mei­ner Frau: ‚Das ist schon was Schlim­mes mit den Kin­dern un­se­rer Por­tiers­fami­lie.‘

      ‚Ja,‘ sagt mei­ne Frau, ‚das ist ein rich­ti­ges Py­re­näen­ge­schlecht.‘

      Ich sage: ‚Nein, was Du meinst, sind Pyg­mäen.‘

      ‚Nein,‘ sagt mei­ne Frau, ‚Pyg­mäen, da ist das, was der Mensch un­ter der Haut hat, da­von kriegt er Som­mer­spros­sen.‘

      Ich sage: ‚Das ist Pig­ment.‘

      ‚Nein,‘ sagt mei­ne Frau, ‚Pig­ment, da­rauf ha­ben die al­ten Rö­mer ge­schrie­ben.‘

      Ich sage: ‚Das ist Per­ga­ment!‘

      ‚Nein,‘ sagt mei­ne Frau, ‚Per­ga­ment ist, wenn ein Dich­ter etwas an­fängt und nicht zu En­de macht ...‘

      Herr Rich­ter! Sie kön­nen sich vor­stel­len, ich ver­schlucke mir das Frag­ment, ich set­ze mich in mei­nen Lehn­stuhl und le­se Zei­tung. Plötz­lich kommt meine Frau mit einem Satz, ich den­ke, jetzt ist sie ir­ren­haus­reif: ‚Lieb­ling, guck mal, was hier steht!‘ Sie macht ein Buch auf, zeigt auf eine Text­stel­le und sagt: ‚Das Son­nen­dach des Hand­täsch­chens ist die Leh­re­rin des Zu­häl­ters 15.‘

      Ich neh­me das Buch an mich und sa­ge: ‚Aber Schatz, das ist ein fran­zö­si­sches Buch. Da steht: La Mar­qui­se de Pom­pa­dour est la Maîtres­se de Louis XV., das heißt: Die Mar­qui­se von Pom­pa­dour ist die Mä­tres­se von Lud­wig dem 15.‘

      ‚Nein,‘ sagt mei­ne Frau, ‚das mußt Du wört­lich über­set­zen: La Mar­qui­se — das Son­nen­dach; Pom­pa­dour — das Hand­täsch­chen; la Maîtres­se — die Leh­re­rin; Louis XV — der Zu­häl­ter 15. Ich muß das schließ­lich ge­nau wis­sen, ich ha­be ex­tra für mei­nen Fran­zö­sisch­un­ter­richt einen Le­gio­när an­ge­stellt‘

      Ich sa­ge: ‚Du meinst einen Lek­tor.‘

      ‚Nein,‘ sagt mei­ne Frau, ‚Lek­tor war der grie­chi­sche Held des Al­ter­tums.‘

      Ich sa­ge: ‚Das war Hek­tor, und der war Tro­ja­ner.‘

      ‚Nein,‘ sagt mei­ne Frau, ‚Hek­tor ist ein Flä­chen­maß.‘

      Ich sage: ‚Das ist ein Hek­tar.‘

      ‚Nein,‘ sagt mei­ne Frau, ‚Hek­tar ist der Göt­ter­trank.‘

      Ich sage: ‚Nein, das ist Nektar.‘

      ‚Nein,‘ sagt meine Frau, ‚Nektar ist ein Fluß in Süd­deutsch­land‘

      Ich sage: ‚Das ist der Neckar.‘

      Mei­ne Frau: ‚Du kennst wohl nicht das schö­ne Lied: Bald gras ich am Nek­tar, bald gras ich am Rhein; das ha­be ich neu­lich mit mei­ner Freun­din im Duo ge­sun­gen.‘

      Ich sa­ge: ‚Das ist ein Duett.‘

      ‚Nein,‘ sagt mei­ne Frau, ‚Duett ist, wenn eine Eisen­bahn aus einem dunk­len fin­ste­ren Berg­loch her­aus­kommt.‘

      Herr Rich­ter — da ha­be ich einen Ham­mer ge­nom­men und ha­be sie tot­ge­schla­gen!”

      Be­tre­te­nes Schwei­gen.

      Dann sagt der Richter: „Freispruch! Ich hätte sie schon bei Hektor er­schla­gen ...”



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      Version Nr. 1/2026 vom 18. Jänner 2026
      Für den Inhalt verantwortlich: Christoph M. Ledel
      © by Christoph M. Ledel — Wien (Österreich)
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